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Quinoa-Salat – ein Mittagessen „to go“

Quinoa-Salat für die Mama

Heute gibt es zur Abwechslung mal ein feines Menü für mich, die Mama. 🙂 Und zwar fürs Büro. Ein Quinoa-Salat lässt sich super schnell am Vorabend zubereiten und beliebig variieren.

Dieses Gericht mache ich ausschließlich für mich. Meine Große mag Salate dieser Art nicht und auch für Kleinkinder ist Quinoa generell nicht geeignet, da die darin enthaltenen Saponine die Blutzellen schädigen und die Darmschleimhaut reizen können. Da bei Säuglingen und Kleinkindern das Verdauungssystem noch nicht komplett ausgereift ist, empfehle ich Quinoa unter einem Lebensalter von zwei Jahren nicht zu verwenden. Bei älteren Kindern und Erwachsenen brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen.

Quinoa ist ein Pseudogetreide und ist auch bei einer Glutenunverträglichkeit eine gute Wahl. Er enthält neben einem hohen Anteil an Eiweiß auch Mineralstoffe wie Eisen und Magnesium sowie alle essenziellen Aminosäuren. Klingt doch gut, oder?

Dann geht`s los – schnell & unkompliziert, Quinoa-Salat für 1 Person:

[ingredients title=“Zutaten“]

  • 50 g Quinoa (dreierlei)
  • 70 g Gurke (ca. 1/2 Gurke)
  • 70 g Karotte (ca. 1 kl. Karotte)
  • Salz, Pfeffer, Salatkräuter (Petersilie, Schnittlauch, Dille etc.)
  • Olivenöl, Zitronensaft
  • 1-2 Esslöffel Sesam
  • evtl. noch ein wenig Schafskäse

[/ingredients]

Den Quinoa sehr gut mit heißem Wasser waschen, damit die Bitterstoffe ausgespült werden. Dann mit der doppelten Menge Wasser auf niedriger Stufe etwa 15 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Gurke schälen und von den Kernen befreien, die Karotte waschen und beides fein hobeln. Den Sesam in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten – das geht sehr schnell, bitte die kleinen Körner im Auge behalten, da sie leicht anbrennen können.

Den Quinoa etwas auskühlen lassen, Gurke und Karotte sowie den Sesam untermischen. Wenn Du möchtest kannst du den Salat noch mit Schafskäse verfeinern. Aus Olivenöl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Salatkräutern ein Dressing herstellen und den Quinoa-Salat damit marinieren.

Sesam enthält eine Menge an hochwertigem Kalzium und kann ruhig öfter zum Verfeinern von diversen Speisen (Salate, Gemüse etc.) verwendet werden. Wenn Du keinen Sesam magst, probiere es mal mit klein gehackten Maroni, diese enthalten ebenfalls wertvolles Eiweiß sowie wichtige Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Ich verwende auch sehr gerne Chia-Samen, diese entfalten geröstet ein ganz feines Aroma.

Dieses Rezept ist vegan, wenn Du keinen Schafskäse beifügst.

Kleines Update: Meine Kids sind ja mittlerweile schon größer (die Zwillinge sind 5) und lieben diesen Salat!!

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Hackfleisch-Gemüse-Eintopf – ein Rezept von der Mama

Da ist alles drin!

Dieses Rezept habe ich von meiner Mama und es ist für die ganze Familie geeignet. Ich habe es leicht abgewandelt, da eine Unmenge an Zwiebeln in den Eintopf gehören, aber weder meine Kinder noch ich sind sonderlich begeistert davon. Eintöpfe sind im Winter ein wunderbares Mittag- oder Abendessen und relativ flott zubereitet. Und es ist alles dabei – Fleisch, Kartoffeln, Gemüse und frische Kräuter.

Beim Fleisch achte ich persönlich auf Bio-Qualität und bevorzuge Rind. Da ich maximal ein Mal in der Woche Fleisch kaufe, nehme ich auch den höheren Preis in Kauf. Ideal ist es natürlich, direkt beim Bauern einzukaufen, da gibt es auch geschmacklich einen großen Unterschied zum Fleisch aus dem Supermarkt.

Hackfleisch-Gemüse-Eintopf für 4 Personen:

[ingredients title=“Zutaten“]

  • 400 g Bio-Rinder-Faschiertes
  • 260 g Kartoffeln
  • 260 g Karotten
  • 200 g Tiefkühlerbsen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 500 ml Gemüsesuppe
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 2 Teelöffel Paprikapulver
  • Petersilie
  • etwas Creme Fraiche

[/ingredients]

Die Zwiebel ganz fein hacken und im Olivenöl glasig dünsten, das Faschierte dazugeben und einige Minuten anbraten. In der Zwischenzeit die geschälten Kartoffeln und die gewaschenen Karotten in möglichst kleine Würfel schneiden.

Das geschnittene Gemüse und die Erbsen unter das Fleisch mengen und mit der Gemüsesuppe aufgießen. Tomatenmark und Paprikapulver untermischen und ca. 30-40 Minuten auf niedrigster Stufe köcheln lassen. Zum Schluss mit Petersilie und wenn Du möchtest, mit einem Klecks Creme Fraiche verfeinern.

Dieser Eintopf lässt sich auch portionsweise einfrieren bzw. eignet er sich auch am nächsten Tag als warmes Mittagessen im Büro.

Dieser Hackfleisch-Gemüse-Eintopf eignet sich auch sehr gut für eine Party zu Hause. Ich stelle dann einen großen Topf auf den Herd und jeder bedient sich. Dazu gibt es dann Semmel oder Baguette. Vor allem wenn mehrere Gäste kommen, ist so ein einfaches Gericht empfehlenswert, weil sich der Aufwand in Grenzen hält und das wollen wir doch alle, oder?! 5-Gänge-Menüs gibt es wieder, wenn die Kinder ausgezogen sind 🙂

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Kokos-Heidelbeer-Porridge

Ein warmes, gesundes Frühstück – ein guter Start in den Tag!

In der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) wird ein warmes Frühstück empfohlen, besonders in der kalten Jahreszeit. Aber auch im Sommer ist ein warmes Frühstück immer eine gute Idee. Meine Große liebt Porridge und isst manchmal auch abends noch eine Portion, wenn in der Früh Reste übrig geblieben sind. Porridge kann in vielen verschiedenen Varianten zubereitet werden, die Zutaten können nach Belieben und persönlichem Geschmack ausgetauscht werden.

Heute gibt es bei uns einen Kokos-Heidelbeer-Porridge (vegan) für 3 hungrige Kinder:

[ingredients title=“Ingredients“]

  • 120 g Haferflocken (Feinblatt)
  • 50 g Kokosflocken
  • 250 ml Kokosmilch
  • 600 ml Wasser
  • 1 Vanilleschote
  • eine Handvoll Heidelbeeren

[/ingredients]

Die Hafer- und Kokosflocken ohne Fett anrösten, bis es angenehm riecht. Anschließend mit der Kokosmilch und dem Wasser aufgießen und das Mark der Vanilleschote zugeben. 10 bis 15 Minuten auf niedrigster Stufe köcheln lassen, bei Bedarf Wasser nachgießen. Wenn es die Zeit zulässt, noch einige Minuten nachquellen lassen. Heidelbeeren untermischen oder einfach über dem Porridge verteilen und genießen.

Wenn Du es gerne süßer magst, kannst Du noch etwas Agavendicksaft, Honig oder Ähnliches darüber träufeln. Meine Kinder mögen auch Himbeeren sehr gerne – diese kannst du statt den Heidelbeeren verwenden. Im Sommer gibt es immer eine tolle Auswahl an Beeren und das Rezept lässt sich beliebig variieren.

Im Kindergarten wird in der Früh nur Brot angeboten – dieses ist jedoch schwer verdaulich und wirkt kühlend auf den Körper (In der TCM gibt es eine Einteilung aller Lebensmittel nach ihrer thermischen Qualität). Da Kinder anfällig für Erkältungskrankheiten sind, wird Brot bei uns im Herbst und Winter stark reduziert.

Meine Kinder lieben auch den Apfel-Zimt-Porridge – das Rezept findest du ebenfalls auf meinem Blog! 🙂

Hast Du schon einmal Porridge für Deine Familie gekocht? Welche Varianten und Zutaten kommen bei Deinem Kind/Deinen Kindern gut an?

 

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Einfach Kochen, entspannt genießen

Kinder & entspannt genießen?

Ja, ich weiß, mit Kindern ist das für viele eine tägliche Herausforderung. Oft ist es so, dass der Nachwuchs eine Abneigung gegen alle Lebensmittel hat bzw. im Laufe der Zeit entwickelt, die wir für gesund befinden. Oder heute essen sie das Karottengemüse anstandslos, drei Tage später wird es komplett verweigert. Und wehe der Reis und die Erbsen vermischen sich, dann landet der Teller auf dem Boden. Vielleicht hast Du auch das Butterbrot falsch durchgeschnitten und musst Dich jetzt mit dem Tobsuchtsanfall Deines Kindes auseinandersetzen. Also von Entspannung bin ich da in der Regel meilenweit entfernt.

Kochen für Kinder – abwechslungsreich aber nicht kompliziert

Gewisse Verhaltensweisen und Entwicklungsphasen unserer Kinder sowie Vorlieben und Abneigungen bestimmten Lebensmitteln gegenüber können wir kaum bis gar nicht beeinflussen. Wir können unseren Kindern keinen Vorwurf machen – die Vorliebe für süße Speisen ist genetisch bedingt. Im Laufe der Evolution haben wir gelernt, dass wir diesen Nährstoff zur Energiegewinnung brauchen und dass süße Lebensmittel harmlos und nicht giftig sind. So viel dazu.

Aber vieles liegt auch in meiner Hand und ich entscheide, was wichtig ist und wo ich auch mal ein Auge zudrücken kann. Ich versuche, wann immer es möglich ist, meinen Alltag möglichst stressfrei und unkompliziert zu gestalten. Auf die Qualität eines guten Essens möchte ich jedoch nicht verzichten. Aber ich halte die Gerichte einfach, koche vor und friere ein – und wenn es dann doch „nur“ eine Brotjause am Abend gibt, werte ich diese mit Lebensmitteln wie Avocados, frischem Gemüse oder einem Teller Suppe auf.

Wichtige Nährstoffe für das Wachstum

Kinder sind im Wachstum – wir möchten alle, dass sie sich gut entwickeln und gesund bleiben. Dabei sind gewisse Nährstoffe besonders wichtig. Für den Aufbau von Knochen und Muskeln benötigen Kinder zum Beispiel viel Kalzium, Vitamin D und Eiweiß. Da Vitamin D für die Aufnahme von Kalzium notwendig ist, kann nur das Zusammenwirken beider für die optimale Knochenfestigkeit sorgen. Das Eiweiß als „Hauptbaustoff“ unseres Körpers wird neben dem Zell- und Muskelaufbau auch für Stoffwechselvorgänge und das Immunsystem benötigt. Für die Blutbildung wird Eisen gebraucht.

Vegetarische Kalziumquellen gibt es auch!

Gute Kalziumquellen sind neben Milch und Milchprodukten auch Gemüse wie Grünkohl, Lauch, Pak Choi, Brokkoli, Bohnen, Orange, Feige, Mandeln, Haselnüsse, Paranüsse und Samen. Vitamin D ist enthalten in Leber, Fisch, Eier, Pilze – Dinge, die bei kleinen Kindern nicht unbedingt zu den Lieblingsspeisen gehören. Deshalb wird auch so oft empfohlen, durch viel Bewegung im freien die körpereigene Vitamin D-Bildung zu fördern bzw. im Winter eventuell zu supplementieren.

Eiweiß (Baustoff) wird für den Aufbau und Erhalt von körpereigenem Eiweiß benötigt, z.B. für die Bildung neuer Zellen. Eiweiß liefert das Baumaterial für Haare, Nägel, Muskeln und Organe. Aber auch Enzyme und Hormone bestehen aus Eiweiß und die körpereigene Abwehr kann nur gewährleistet werden, wenn der Körper mit ausreichend Eiweiß versorgt wird. Gerade bei Kindern sollte auf eine eiweißreiche Ernährung Wert gelegt werden, da sich Muskeln und Knochen im Wachstum befinden und somit eine große Menge an Eiweiß verbrauchen. Gute Eiweißlieferanten sind neben Fleisch, Fisch und Milchprodukten auch Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Kichererbsen), Getreide (Quinoa und Amaranth), Kartoffeln sowie Nüsse und Samen. Da ich tierischen Lebensmitteln eher sparsam verwende, geben ich Hülsenfrüchten und Getreide den Vorzug, was die Deckung des Eiweißbedarfes betrifft. Rote und gelbe Linsen lassen sich zum Beispiel sehr gut unter Suppen und Saucen mischen.

Mit Getreide und grünem Gemüse sowie Fleisch wird auch der Eisenbedarf des Kindes gedeckt. Haferflocken, Hirse, Reis, Erbsen, Linsen, Kohlgemüse, Feldsalat, Zucchini, Sesam, Vollkorn, Petersiel, Schnittlauch, Kresse, Rindfleisch und Hühnchen sind tolle Eisenquellen.

Kleine Mahlzeiten – 5x am Tag

Was viele auch nicht wissen: Da das Verdauungssystem erst mit Ende des Schulalters fertig entwickelt ist und Kinder Nährstoffe noch nicht so gut speichern können, müssen sie öfter essen als Erwachsene. Ideal sind 5 kleine Mahlzeiten pro Tag, die an die Tagesleistungskurve angepasst werden sollten. Um eine gute Verdauung zu sichern, empfiehlt es sich, ballaststoffreiche Lebensmittel anzubieten. Ballaststoffe findet man in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, getrocknetem Obst, Kohl, Kraut, Zwiebeln und Kartoffeln. Wichtig ist auch die Versorgung des Kindes mit guten Kohlenhydraten (ca. 55 – 60 % der täglichen Energiezufuhr). Wie viel Energie ein Kind benötigt, hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Gewicht, Geschlecht und Bewegungsdrang ab. Weiters dienen Kohlenhydrate auch dem Aufbau von Knochen, Knorpeln und Nervenfasern.

„Gute“ und „schlechte“ Kohlenhydrate

Man unterscheidet zwischen einfachen, „schlechten“ und mehrfachen, „guten“ Kohlenhydraten. Gute Kohlenhydrate sind in Obst und Gemüse und in Vollkorngetreideprodukten, die zusätzlich Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe liefern, enthalten. In Nahrungsmitteln wie Semmeln, Gebäck und Pizza (Weißmehl) und in vielen Süßigkeiten finden sich leider schlechte Kohlenhydrate. Da diese leicht zu Übergewicht und durch die starken Schwankungen des Blutzuckerspiegels zu Bluthochdruck, Herz-, Kreislauferkrankungen und Diabetes führen können, sollten diese weitgehend vermieden und nur selten verwendet werden.

Gesunde Fette sind wichtig

Außerdem müssen dem Körper Vitamine und Mineralstoffe sowie Fette zugeführt werden. Fett zählt neben den Kohlenhydraten und Proteinen zu den Hauptnährstoffen und –energielieferanten (etwa 30 % der täglichen Zufuhr). Man unterscheidet zwischen gesättigten, vorwiegend als Speicherfett verwendeten Fettsäuren und ungesättigten Fettsäuren, die als Baufett dienen. Da letztere vom Körper nicht selber hergestellt werden können, sie aber für die Hülle der Körperzellen und die Gehirnentwicklung gebraucht werden, müssen lebensnotwendige Fette über die Nahrung aufgenommen werden. Essentielle Fettsäuren findet man in kaltgepressten nativen Pflanzenölen, in Nüssen und Leinsamen und die Omega-3-Fettsäuren verstärkt in Lachs, Makrele und Hering. Um sicherzugehen, dass nicht zu viel Fett verwendet wird, misst man am besten mit einem Teelöffel ab; dabei gilt: 1 Löffel = ca. 5 Gramm. Kindergartenkinder bekommen bis 25 g/Tag, Schulkinder ab 30 g und mehr.

Vitamine und Mineralstoffe

Für die Aufrechterhaltung wichtiger Körperfunktionen sind Vitamine notwendig. Sie spielen etwa beim Aufbau von Gewebe, bei der Stärkung des Immunsystems und dem einwandfreien Funktionieren der Sinne eine wichtige Rolle. Mineralstoffe übernehmen andere bedeutende Aufgaben im menschlichen Körper und dienen etwa der Stabilität der Zähne oder der Insulinfunktion. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind vor allem in Obst und Gemüse (etwa Vitamin A und C), Vollkorn- und Milchprodukten (unter anderem Folsäure und Magnesium) und in Fleisch (etwa Eisen, B1 und B2) enthalten.

Und warum schreibe ich jetzt so ausführlich darüber? Weil ich einfach noch einmal verdeutlichen möchte, welche Aufgabe die Nahrung im Körper hat und das es sich lohnt, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Mich bewegt es dazu – auch wenn ich manchmal überhaupt keine Lust habe – mich trotzdem an den Herd zu stellen und für meine Kinder zu kochen, weil ich ihnen dadurch auf jeden Fall und immer etwas GUTES tue.

Es gibt auch einfache Kindergerichte…

Einige meiner Rezepte für Kinder bzw. für die ganze Familie kannst Du auf meinem Blog finden – viel Spaß beim schmökern und ausprobieren.