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Zwischen Jausenbroten, Meetings und Pubertät – warum ich kochenmitkind neu starte

Lange war es hier ruhig.

Nicht, weil das Thema Familienessen oder Alltag mit Kindern weniger wichtig geworden wäre. Sondern weil das Leben dazwischen einfach laut war: Vollzeitjob, Haushalt, Kinder, Verantwortung – und oft das Gefühl, dass irgendwo immer etwas zu kurz kommt. Meistens ich selbst.

In den letzten Jahren habe ich gemerkt, dass Familienküche viel weniger mit Rezepten zu tun hat, als ich früher dachte. Kinder essen ohnehin ihre fünf Lieblingsgerichte. Und ehrlich gesagt: Das ist völlig in Ordnung.

Die eigentliche Herausforderung liegt woanders.

Wie schaffen wir es, im Alltag gesund zu bleiben – körperlich und mental – wenn Zeit knapp ist? Wie gehen wir mit dem schlechten Gewissen um, wenn nicht alles perfekt läuft? Wie verändert sich das Familienleben, wenn aus kleinen Kindern plötzlich Jugendliche werden, die eigene Meinungen, eigene Rhythmen und manchmal auch verschlossene Türen haben?

Meine Kinder sind inzwischen in einem neuen Abschnitt angekommen: der Pubertät. Essen wird plötzlich Diskussion, Rückzug wird normal, und als Elternteil muss man lernen, Kontrolle abzugeben, ohne den Überblick zu verlieren. Gleichzeitig läuft der eigene Alltag weiter – Job, Termine, Verantwortung.

Ich habe keine perfekten Lösungen. Aber viele Erfahrungen. Dinge, die funktioniert haben. Dinge, die ich loslassen musste. Und Gedanken, die mir geholfen haben, den Druck herauszunehmen.

Genau darum soll es hier künftig gehen.

Nicht um perfekte Ernährung. Sondern um realistische Wege, Familie, Arbeit und Gesundheit miteinander zu vereinbaren.

Wenn du auch manchmal das Gefühl hast, dass alles gleichzeitig passiert und du trotzdem versuchst, es für alle gut zu machen – dann bist du hier richtig.

Ich freue mich, dass du (wieder) da bist.

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Rezepte Empfehlung Frühstück Vegan Vegetarisch

Bestes warmes Frühstück: Apfel-Couscous

Couscous – wenn es schnell gehen muss…

Couscous ist ganz wunderbar, wenn es einmal sehr schnell gehen muss. Ob süß oder pikant, er eignet sich für viele verschiedene Speisen und ganze besonders für ein warmes Frühstück. Und er ist nicht nur für die Kinder geeignet, sondern auch für’s einfache Mittagessen im Büro, als Couscous-Salat zum Beispiel.

Die Zubereitung ist wirklich sehr, sehr einfach: heißes Wasser drüber und Couscous quellen lassen – fertig! Er passt auch sehr gut als Beilage zu einem Gemüse- oder Kichererbsencurry. Es muss ja nicht immer Reis sein…

Ich verwende in meiner Küche einen Weizen Couscous, weil ich diesen überall bekomme. Es gibt aber auch andere Sorten – Dinkel zum Beispiel oder Couscous aus Vollkorngrieß – diese sind aber nicht überall erhältlich. Im Reformhaus gibt es meist mehrere Sorten – einfach einmal ausprobieren, würde ich sagen.

Äpfel sind süß genug!

Ein Apfel-Couscous eignet sich besonders als warmes Frühstück für die Kinder und sorgt für Abwechslung. Wenn ich Birnen zu Hause habe, werden diese auch noch untergemischt. Auch grob gehackte Nüsse ergänzen das Gericht wunderbar.

Und wie auch bei meinem Porridge verzichte ich bei diesem Gericht ebenfalls auf Süßungsmittel wie Honig, Agavendicksaft oder anderes, da es meinen Kindern auch so schmeckt. Ich achte jedoch darauf, immer eine süße Apfelsorte zu kaufen, damit die Speisen trotzdem süß schmecken.

Meiner Großen hat der Couscous von Anfang an geschmeckt – ihr habe ich oft Erbsen dazu gemacht, wenn die Zeit knapp war. Die Zwillinge haben ihn anfangs verweigert, aber ich habe ihn trotzdem immer wieder mal gemacht und angeboten, und zwar in unterschiedlichen Variationen – und jetzt klappt es auch bei den zwei Mädels – freut mich!

Und nun zum super-schnellen Rezept für 2 kleine Portionen:

[ingredients title=“Zutaten“]

  • 125ml Reismilch
  • 125ml Wasser
  • 100g Couscous
  • 1 großer Apfel
  • etwas Zimt
  • ein paar Rosinen

[/ingredients]

Reismilch und Wasser aufkochen und über den Couscous gießen, ca. 5-10 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit den Apfel schälen und in kleine Würfel schneiden, Zimt dazugeben und in wenig Wasser einige Minuten dünsten. Unter den fertigen Couscous mischen und mit Rosinen servieren.

Ich hatte noch Pinienkerne daheim und habe diese kurz ohne Fett angeröstet und über den Apfel-Couscous gegeben. Die passen sehr gut dazu und geben dem Gericht nochmal extra Geschmack.

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Rezepte Hauptspeisen Vegetarisch

Nudeln mit Brokkoli-Frischkäse-Sauce

Razz-Fazz-Fertig!

Heute gibt es wieder eine sehr einfache und unkomplizierte Rezeptidee. Da ich zu Nudeln nicht immer eine klassische Tomatensauce reichen möchte, probiere ich immer wieder Alternativen aus, wie zum Beispiel eine Brokkoli-Frischkäse-Sauce. Im Prinzip kann ich für die Sauce auch jedes andere Gemüse verwenden, jetzt in der kalten Jahreszeit versuche ich jedoch, den Brokkoli so oft wie möglich unterzubringen.

Brokkoli ist besonders nährstoffreich – er enthält einen hohen Anteil der Vitamine C (Immunsystem, Wachstum) B3 (Energiestoffwechsel, Antioxidans), B5 (Energiestoffwechsel, Synthese von Proteinen) und E (Immunsystem, Hautschutz) sowie eine große Menge an den Mineralstoffen Kalium (Wachstum, Energiegewinnung) und Eisen (Sauerstofftransport im Blut, Entgiftung), sowie moderate Mengen an Zink (Hormon- und Immunsystem, Zellwachstum) und Calcium (Knochenstabilität, Muskelkontraktion).

Die „Schmeckt-mir-jetzt-nicht-mehr“ – Phase

Meine große Tochter hat den Brokkoli sehr lange wirklich gerne gegessen. Und ich habe mich sooo gefreut, dass sie dieses tolle Gemüse so liebt!! Aber seit einiger Zeit hat sie leider die Brokkoli-schmeckt-mir-nicht-Phase. Die Zwillinge sind auch nicht sonderlich begeistert von diesem Gemüse (waren sie noch nie), deshalb mische ich ihn einfach in Suppen und Saucen. Derzeit. Ich werde ihn auch sicher wieder „am Stück“ anbieten – vielleicht wird er ja doch noch akzeptiert 😉

Der Frischkäse gibt dem Gericht einen angenehmen, leichten Geschmack und durch fein geriebene Mandeln wird diese Mahlzeit nochmals aufgewertet.

Für dieses Rezept (ca. 4 Portionen) brauchst Du:

[ingredients title=“Zutaten“]

  • 500g Dinkelnudeln
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 kleiner Brokkoli
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 200ml Gemüsebrühe
  • 100g Frischkäse natur (oder Ricotta)
  • 1 Esslöffel fein gemahlene Mandeln
  • Salz, Petersilie
  • Parmesan nach Belieben

[/ingredients]

Nudeln in siedendes Wasser geben und nach Packungsanleitung weich kochen.

Die Zwiebel fein schneiden und im Olivenöl anschwitzen. Gewaschenen und zerteilten Brokkoli hinzufügen und 2-3 Minuten anrösten. Anschließend mit der Gemüsebrühe aufgießen und zirka 10 Minuten auf kleiner Stufe köcheln lassen.

Wenn der Brokkoli gar ist, gemeinsam mit der Brühe pürieren, Frischkäse und gemahlene Mandeln hinzufügen und gut durchmischen. Sollte die Konsistenz zu dick sein, noch etwas Flüssigkeit hinzufügen. Und schon ist sie fertig, die feine Brokkoli-Frischkäse-Sauce!

Mit Salz und Petersilie würzen, mit den Nudeln mischen und wenn Du möchtest, mit Parmesan servieren!

Guten Appetit!

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Schnelle Apfel-Muffins

Für den Kindergeburtstag oder den Sonntag Nachmittag 😉

Ich liebe dieses Rezept! Warum? Weil es unkompliziert ist und die Muffins schnell zubereitet sind. Zudem sind sie noch vegan – sie kommen ohne Ei und Milchprodukte aus. Zutaten wie Naturjoghurt oder Buttermilch, welche in vielen Rezepten gebraucht werden, habe ich selten bzw. nie (Buttermilch) zu Hause. Auch die Eier gehen immer dann aus, wenn ich spontan backen möchte. Aber brauche ich ja alles nicht – deshalb finde ich dieses Rezept so wunderbar.

Statt gewöhnlichem Haushaltszucker verwende ich in diesem Rezept Agavendicksaft. Ja, ich weiß, auch dieser enthält Zucker – und deshalb gehe ich auch mit diesem alternativen Süßungsmittel sparsam um. In der Regel verwende ich bei mir zu Hause Honig, Ahornsirup und eben Agavendicksaft zum Süßen von Speisen. Diese Alternativen enthalten mehr Mineralstoffe und weniger Kalorien als Haushaltszucker. Es gibt mittlerweile ja noch eine ganze Reihe an alternativen Angeboten, wie Stevia, Xylit (Birkenzucker), Yacon, Kokosblütenzucker, Palmzucker etc. Ich habe nicht alle probiert, bis auf Birkenzucker. Da habe ich so viel Gutes darüber gehört und neugierig wie ich bin, habe ich mir ein Packerl (übrigens nicht ganz billig) gekauft. Leider habe ich den Birkenzucker nicht vertragen, auch meine große Tochter hat Bauchweh bekommen. In der veganen Ernährung werden auch oft Bananen und Datteln verwendet – beides vertragen zwar meine Kinder, ich jedoch nicht. Zudem müssen sie meiner Meinung nach auch geschmacklich zum Rezept passen – dann sind sie auf jeden Fall in Ordnung. Aber egal welchen Zuckerersatz Du auch verwendest – trotzdem nicht übertreiben damit.

Apfel Zimt Muffin Rezept

Und nun zum leckeren Rezept – vegane Apfel-Muffins (12 Stück):

[ingredients title=“Zutaten“]

  • 100g Dinkelmehl
  • 100g Vollkorndinkelmehl
  • 2 Esslöffel geriebene Nüsse
  • 1 Päckchen Weinstein-Backpulver
  • Vanille, Zimt, Nelken (gemahlen)
  • 80g – 100g Agavendicksaft (je nachdem wie süß Du es magst)
  • 125ml Reismilch (oder eine andere Getreidemilch)
  • 125ml Öl (geschmacksneutral)
  • 1 großen Apfel

[/ingredients]

Backofen auf 200° (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Das Mehl mit den geriebenen Nüssen, dem Backpulver und den Gewürzen Vanille, Zimt und Nelken vermengen. Agavendicksaft, Reismilch und Öl dazugeben und kurz durchmischen. Den Apfel in kleine Würfel schneiden und zügig unterheben. Den Teig in 12 Muffinsförmchen füllen und zirka 20-25 Minuten backen.

Bitte gegen Ende der Backzeit die Muffins kontrollieren, jeder Backofen ist anders. Bei mir zum Beispiel brauchen sie genau 22 Minuten.

Und, wie schmecken Dir die Apfel-Muffins?

 

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Quinoa-Salat – ein Mittagessen „to go“

Quinoa-Salat für die Mama

Heute gibt es zur Abwechslung mal ein feines Menü für mich, die Mama. 🙂 Und zwar fürs Büro. Ein Quinoa-Salat lässt sich super schnell am Vorabend zubereiten und beliebig variieren.

Dieses Gericht mache ich ausschließlich für mich. Meine Große mag Salate dieser Art nicht und auch für Kleinkinder ist Quinoa generell nicht geeignet, da die darin enthaltenen Saponine die Blutzellen schädigen und die Darmschleimhaut reizen können. Da bei Säuglingen und Kleinkindern das Verdauungssystem noch nicht komplett ausgereift ist, empfehle ich Quinoa unter einem Lebensalter von zwei Jahren nicht zu verwenden. Bei älteren Kindern und Erwachsenen brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen.

Quinoa ist ein Pseudogetreide und ist auch bei einer Glutenunverträglichkeit eine gute Wahl. Er enthält neben einem hohen Anteil an Eiweiß auch Mineralstoffe wie Eisen und Magnesium sowie alle essenziellen Aminosäuren. Klingt doch gut, oder?

Dann geht`s los – schnell & unkompliziert, Quinoa-Salat für 1 Person:

[ingredients title=“Zutaten“]

  • 50 g Quinoa (dreierlei)
  • 70 g Gurke (ca. 1/2 Gurke)
  • 70 g Karotte (ca. 1 kl. Karotte)
  • Salz, Pfeffer, Salatkräuter (Petersilie, Schnittlauch, Dille etc.)
  • Olivenöl, Zitronensaft
  • 1-2 Esslöffel Sesam
  • evtl. noch ein wenig Schafskäse

[/ingredients]

Den Quinoa sehr gut mit heißem Wasser waschen, damit die Bitterstoffe ausgespült werden. Dann mit der doppelten Menge Wasser auf niedriger Stufe etwa 15 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Gurke schälen und von den Kernen befreien, die Karotte waschen und beides fein hobeln. Den Sesam in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten – das geht sehr schnell, bitte die kleinen Körner im Auge behalten, da sie leicht anbrennen können.

Den Quinoa etwas auskühlen lassen, Gurke und Karotte sowie den Sesam untermischen. Wenn Du möchtest kannst du den Salat noch mit Schafskäse verfeinern. Aus Olivenöl, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Salatkräutern ein Dressing herstellen und den Quinoa-Salat damit marinieren.

Sesam enthält eine Menge an hochwertigem Kalzium und kann ruhig öfter zum Verfeinern von diversen Speisen (Salate, Gemüse etc.) verwendet werden. Wenn Du keinen Sesam magst, probiere es mal mit klein gehackten Maroni, diese enthalten ebenfalls wertvolles Eiweiß sowie wichtige Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Ich verwende auch sehr gerne Chia-Samen, diese entfalten geröstet ein ganz feines Aroma.

Dieses Rezept ist vegan, wenn Du keinen Schafskäse beifügst.

Kleines Update: Meine Kids sind ja mittlerweile schon größer (die Zwillinge sind 5) und lieben diesen Salat!!

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Hackfleisch-Gemüse-Eintopf – ein Rezept von der Mama

Da ist alles drin!

Dieses Rezept habe ich von meiner Mama und es ist für die ganze Familie geeignet. Ich habe es leicht abgewandelt, da eine Unmenge an Zwiebeln in den Eintopf gehören, aber weder meine Kinder noch ich sind sonderlich begeistert davon. Eintöpfe sind im Winter ein wunderbares Mittag- oder Abendessen und relativ flott zubereitet. Und es ist alles dabei – Fleisch, Kartoffeln, Gemüse und frische Kräuter.

Beim Fleisch achte ich persönlich auf Bio-Qualität und bevorzuge Rind. Da ich maximal ein Mal in der Woche Fleisch kaufe, nehme ich auch den höheren Preis in Kauf. Ideal ist es natürlich, direkt beim Bauern einzukaufen, da gibt es auch geschmacklich einen großen Unterschied zum Fleisch aus dem Supermarkt.

Hackfleisch-Gemüse-Eintopf für 4 Personen:

[ingredients title=“Zutaten“]

  • 400 g Bio-Rinder-Faschiertes
  • 260 g Kartoffeln
  • 260 g Karotten
  • 200 g Tiefkühlerbsen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 500 ml Gemüsesuppe
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 2 Teelöffel Paprikapulver
  • Petersilie
  • etwas Creme Fraiche

[/ingredients]

Die Zwiebel ganz fein hacken und im Olivenöl glasig dünsten, das Faschierte dazugeben und einige Minuten anbraten. In der Zwischenzeit die geschälten Kartoffeln und die gewaschenen Karotten in möglichst kleine Würfel schneiden.

Das geschnittene Gemüse und die Erbsen unter das Fleisch mengen und mit der Gemüsesuppe aufgießen. Tomatenmark und Paprikapulver untermischen und ca. 30-40 Minuten auf niedrigster Stufe köcheln lassen. Zum Schluss mit Petersilie und wenn Du möchtest, mit einem Klecks Creme Fraiche verfeinern.

Dieser Eintopf lässt sich auch portionsweise einfrieren bzw. eignet er sich auch am nächsten Tag als warmes Mittagessen im Büro.

Dieser Hackfleisch-Gemüse-Eintopf eignet sich auch sehr gut für eine Party zu Hause. Ich stelle dann einen großen Topf auf den Herd und jeder bedient sich. Dazu gibt es dann Semmel oder Baguette. Vor allem wenn mehrere Gäste kommen, ist so ein einfaches Gericht empfehlenswert, weil sich der Aufwand in Grenzen hält und das wollen wir doch alle, oder?! 5-Gänge-Menüs gibt es wieder, wenn die Kinder ausgezogen sind 🙂