„Riebel“ – eine Spezialität aus Vorarlberg

„Riebel“ – eine Spezialität aus Vorarlberg

Ein Rezept aus meiner Kindheit

Mit Riebel bin ich aufgewachsen. Ich finde die Beschreibung auf Wikipedia recht treffend, deshalb hier der Link dazu: Riebel. Meine Oma hat dieses  Gericht damals täglich für die ganze Familie gekocht und für mich war es selbstverständlich, den Tag mit einem warmen Frühstück zu starten. Noch heute weckt Riebel Kindheitserinnerungen in mir.

Die Zubereitung ist sehr einfach und die Zutaten sind eigentlich immer im Haus. Am Vorabend wird eine Art Grießbrei angerührt, dieser kann über Nacht im Kühlschrank quellen. Am nächsten Morgen gebe ich das Ganze in eine Pfanne, lass es immer wieder einige Minuten anbraten und rühre regelmäßig durch bzw. zerkleinere die Grießstücke, sodass das Ganze immer kleiner und feiner wird.

Anbei das Rezept für 4 große Portionen:

Zutaten

  • 4 Tassen Milch (ich verwende Getreidemilch)
  • 1 gestrichener Teelöffel Salz
  • 2 Tassen Grieß
  • 1 Tasse Maisgrieß
  • etwas Butter

Die Milch mit dem Salz aufkochen, den Herd zurückschalten und den Grieß einrühren (am Besten am Vorabend vorbereiten).

Eine große Pfanne mit etwas Butter oder neutralem Pflanzenöl erhitzen und die Masse entweder komplett oder auch nur einen Teil davon in der Pfanne anbraten und zerteilen. Den Riebel alle 5 Minuten durchrühren – in Vorarlberg nennt man das „stören“.

Meine Oma hat den Riebel ca. 30 Minuten angebraten und „gestört“ – dann wird er feiner und eher trocken. Somit haben wir Kinder immer Milch dazubekommen, die Erwachsenen haben den Riebel mit einem großen Löffel in ihren Kaffee getunkt. 

Ich „störe“ den Riebel nur ca. 15 – 20 Minuten, dann ist er grober und nicht so trocken. Statt Milch gibt es dann ein Kompott oder Apfelmus dazu – für noch mehr Geschmack habe ich den Riebel noch mit gehackten und gerösteten Walnüssen verfeinert.

Natürlich kann diese Gericht auch als Zwischenmahlzeit oder am Abend genossen werden. 

 

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